THORACIC OUTLET SYNDROM

(=TOS)

Informationen und praktische Hinweise

Sie kommen gerade vom Arzt, haben ein Rezept aufgrund ihrer Osteoporose ausgestellt bekommen und fragen sich jetzt, wie es weiter geht?
Da sind Sie bei uns genau richtig. Die Symbiose aus Ihnen als Patient oder Mitglied, aus unseren erfahrenen Therapeuten und aus unseren Trainern bilden ein Erfolgskonzept, welches Ihre Ziele definiert und sie dabei begleitet. Im Folgenden klären wir Sie über alle wichtigen Informationen und Abläufe auf.

Das Thoracic Outlet Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die etwa 1 bis 3 von 100.000 Menschen betrifft.

Was ist ein TOS?

Charakteristisch ist eine Einengung von Nerven, Arterien oder Venen im Bereich des oberen Brustkorbs.

Die Engstelle kann an 3 Stellen auftreten:

Scalenus-Syndrom: Einengung von Strukturen zwischen 2 Halsmuskeln
Costoclavicular-Syndrom: Einengungen von Strukturen am Raum zwischen Rippen und Schlüsselbein
Pectoralis-Minor-Syndrom: Einengung von Strukturen im Bereich des kleinen Brustmuskels

Was sind Ursachen eines TOS?

Nervenkompression: Schmerzen, Missempfindungen in den Fingern, Kraftverlust, Rückbildung der Handmuskulatur
Arterielle Kompression: Ischämischer Dauerschmerz, Taubheit, veränderte Temperatur- und Farbwahrnehmung, Blutdruckunterschiede der Arme
Venöse Kompression: Schwellungen, dumpfer Schmerz, bläuliche Verfärbung der betroffenen Extremität

Schmerz und Bewegung

Wer sich aus Sorge vor Schmerzen zu wenig bewegt, nimmt oft eine Schonhaltung ein, die langfristig zu Verspannungen und verstärkten Beschwerden führen kann. Ausgewogene Bewegung hilft, den Kreislauf der Schmerzen zu durchbrechen.

Wir zeigen Ihnen wie Sie den Teufelskreislauf unterbrechen können…

Was können Sie tun?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass ein TOS gut durch geeignete Maßnahmen gemanagt werden kann. Es liegt in Ihren Händen was zu tun: Durch ein geeignetes Training kann die Symptomatik verbessert werden.

Ziel der Physiotherapie – Wie ist unser Vorgehen?

1. Ziele und Ablauf der Physiotherapie

Wir betrachten den Patienten ganzheitlich, um sicherzustellen, dass diese Einflüsse des TOS auf Schmerzen, körperliche Dysfunktion und Lebensqualität berücksichtigt und umfassend behandelt werden.

Zu Beginn der Therapie erhalten Sie Informationen zum Thema TOS

Wichtig ist, dass sie als Patient das Krankheitsbild verstanden haben. Auf diesem Verständnis baut die Therapie auf. Dadurch wollen wir Ihre Motivation erhöhen, aktiv mitzuarbeiten und die Eigenverantwortung für sich zu erhöhen.

2. Individuellen Therapieplan

Unter Berücksichtigung von Nebendiagnosen und individuellen Faktoren erstellen wir Ihren Therapieplan.

  1. Edukation bzgl. Haltung und Ergonomie
  2. Physikalische Therapie: Elektrotherapie zur Schmerzlinderung, Wärmetherapie
  3. Manuelle Therapie: Mobilisationsübungen zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und Weichteiltechniken zur Entspannung der Muskulatur.
3. Bewegung als Kern der Physiotherapie: Wir erstellen Ihnen einen Trainingsplan

Eine regelmäßige und langfristige Begleitung der Patienten ermöglicht es Übungsprogramme im Laufe der Zeit zu modifizieren, um einen ausreichenden Stimulus für gesundheitliche Vorteile und für zusätzliche Abwechslung zu schaffen, um die langfristige Einhaltung zu erleichtern.

Training bei TOS – Empfehlungen

Mobilisation der Wirbelsäule
Dehnung von Schulter-/Nackenmuskulatur
Kräftigung relevanter Muskelgruppen
Nervenmobilisation
Atem- und Ausdauertraining für das Zwerchfell

Effekt des Trainings:

Verbesserung der Haltung
Steigerung der Funktionalität und Muskelkraft
Reduktion des Drucks auf eingeengte Strukturen
Wiederherstellung der Beweglichkeit

Die Trainingshäufigkeit liegt je nach Bedarf zwischen 1 und 10 Einheiten täglich, meist über 3 bis 24 Wochen. Für Kraftübungen werden meist drei Sätze empfohlen, für Dehnungen bis zu zehn.

Fazit

Die Therapie bei TOS setzt vor allem auf konservative Maßnahmen wie gezieltes Training. Durch Dehnung und Kräftigung wird der Raum an den Engstellen erweitert und so die Symptomatik gelindert.
Mit einer professionellen Physiotherapie und einem gezielten Trainingsprogramm können Sie die Symptome aktiv eigenständig lindern, die Funktionalität verbessern und Ihre Lebensqualität erhöhen. Ein langfristiges Training ist das Erfolgskonzept für deine Gesundheit.

=> Fragen Sie Ihren Therapeuten nach weiteren Informationen.

Quellen
Jones MR et al. (2019). Review of thoracic outlet syndrome: pathophysiology, diagnosis, treatment. Pain and Therapy. Hooper TL et al. (2010). Anatomy and diagnosis of thoracic outlet syndrome. J Man Manip Ther. Sanders RJ et al. (2007). Diagnosing thoracic outlet syndrome. J Vasc Surg. Grunebach H et al. (2015). Thoracic outlet syndrome overview. Vascular Medicine. Atasoy E. (2010). Hand surgeon’s experience with thoracic outlet compression. J Hand Surg. Teo et al. (2020). Physiotherapy in knee osteoarthritis management. Derick et al. (2022). Exercise rehab for neurogenic thoracic outlet syndrome: scoping review.