periphere-arterielle-verschluss-krankheit
Informationen und praktische Hinweise
Sie kommen gerade vom Arzt, haben ein Rezept aufgrund ihrer pAVK ausgestellt bekommen und fragen sich jetzt wie es weiter geht?
Da sind Sie bei uns genau richtig. Die Symbiose aus Ihnen als Patient oder Mitglied, aus unseren erfahrenen Therapeuten und aus unseren Trainern bilden ein Erfolgskonzept, welches Ihre Ziele definiert und sie dabei begleitet.
Im Folgenden klären wir Sie über alle wichtigen Informationen und Abläufe auf:
Die pAVK ist ein weitverbreitetes Problem, von dem weltweit über 200 Millionen Menschen betroffen sind.
Was ist eine pAVK?
Sie beschreibt einen Zustand, in dem sich die Arterien – besonders in den Beinen und Füßen – durch Ablagerungen an den Arterienwänden verhärten und verengen.
Was sind Ursachen einer COPD?
Etwa 13% der über 50-Jährigen mit folgenden Risikofaktoren sind betroffen:
Welche Symptome liegen bei einer pAVK vor?
Diese Symptome, bekannt als Claudicatio intermittens oder „Schaufensterkrankheit“, lassen in Ruhe oft nach.
Die Verengung der Arterien führt zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -nachfrage, besonders in der arbeitenden Muskulatur.
Bedeutung der Muskulatur
Infolge der Erkrankung können die Nervenleitung zu den Muskelfasern, die Muskelkraft sowie das Gewebe und die Biomechanik der Beine beeinträchtigt werden. Dies schränkt die Gehfähigkeit um mehr als die Hälfte ein und kann einen Teufelskreis aus noch weniger Aktivität und sinkender Lebensqualität in Gang setzen.
Angst vor schmerzhafter Bewegung
Patienten mit pAVK haben ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse und erleben häufig einen starken Rückgang ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Dies kann sich negativ auf die mentale Gesundheit auswirken und zu weiterer Vermeidung von körperlicher Aktivität führen. Die funktionelle Kapazität nimmt ab, was wiederum die Sterblichkeit erhöhen kann.
Wir zeigen Ihnen wie Sie den Teufelskreislauf unterbrechen können…
Was können Sie tun?
Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass pAVK in der Regel fortschreitend ist, aber durch geeignete Maßnahmen gut gemanagt werden kann. Es liegt in Ihren Händen was zu tun:
Ziel der Physiotherapie – Wie ist unser Vorgehen?
Wir betrachten den Patienten ganzheitlich, um sicherzustellen, dass diese Einflüsse der pAVK auf Schmerzen, körperliche Einschränkungen und Lebensqualität berücksichtigt und umfassend behandelt werden.
Zu Beginn der Therapie erhalten Sie Informationen zum Thema pAVK
Wichtig ist, dass sie als Patient das Krankheitsbild verstanden haben. Auf diesem Verständnis baut die Therapie auf. Dadurch wollen wir Ihre Motivation erhöhen, aktiv mit zu arbeiten und die Eigenverantwortung für sich zu erhöhen.
Unter Berücksichtigung von Nebendiagnosen und individuellen Faktoren erstellen wir Ihren Therapieplan.
Das Bewegungstraining verbessert die Gehfähigkeit, lindert die Symptome der Claudicatio intermittens, fördert die Bildung von Umgehungskreisläufen, steigert die Durchblutung, die Lebensqualität und dient der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Eine regelmäßige und langfristige Begleitung der Patienten ermöglicht es Übungsprogramme im Laufe der Zeit zu modifizieren, um einen ausreichenden Stimulus für gesundheitliche Vorteile und für zusätzliche Abwechslung zu schaffen, um die langfristige Einhaltung zu erleichtern. Wir betreuen Sie zielgerichtet und bieten personalisierte Übungen an.
Training bei pAVK - Empfehlungen für mind. 3 Monate
Walking Programm
≥ 3 Einheiten / Woche
zw. 10-60 min. je nach Trainingszustand und Schmerz
Nach der Aufwärmphase mit einer Geschwindigkeit und Steigungsgrad gehen, so dass die Schmerzen innerhalb von 3-5 min. beginnen. Dann eine Pause, bis der Schmerz abgeklungen ist.
für mind. 30 min. wiederholen
aktuelle Evidenz empfiehlt das Training bis zu einem nahezu max. Beinschmerz.
Steigerung Steigungsgrad und der Dauer der Intervalle erhöhen.
Krafttraining
2 - 3 Einheiten / Woche
2 - 4 Sätze mit je 10 - 15 Wiederholungen
mittlere bis hohe Intensität
6 - 8 Übungen für große Muskelgruppen, z.B. Beinpresse, Kniebeugung, Rudern
Krafttraining verursacht keine oder kaum Schmerzen. Die Evidenz für den Einsatz von Krafttraining wächst und derzeit wird es als Begleittherapie empfohlen. Zusätzliche Vorteile sind die verbesserte Kraft und das reduzierte Sturzrisiko.
Fazit
Mit einer professionellen Physiotherapie und einem gezielten Trainingsprogramm kannst du die Symptome aktiv eigenständig lindern, die Funktionalität verbessern und Ihre Lebensqualität erhöhen.
- Intervallgehstreckentraining ist der Goldstandart in der Therapie von Patienten mit pAVK.
- Krafttraining hilft dabei, die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.
=> Fragen Sie Ihren Therapeuten nach weiteren Informationen.